Geburtsgeschichten

Horror-Stories werden gerne erzählt. Die guten Geburtsgeschichten, wenn die Geburt ihren natürlichen Lauf nimmt, sind da schon fast langweilig und es wird nicht gross darüber berichtet.

Hier darf ich die Geburtsgeschichten von „meinen“ Mamas, die die Geburt ihres Kindes, welches sie ohne Schmerzmedikamente und aus eigener Kraft geboren haben, als positiv und bereichernd erlebt haben, kundtun. Die jeweiligen Frauen und ich hoffen, dass dies anderen Frauen Mut macht und ihr Vertrauen in sich, ihren Körper und ihr Kind stärkt.

Es war richtig toll:-) Es hat ein wenig gedauert ca 35 Stunden. Ja am Anfang ging es ziemlich lang bis der Muttermund auf etwa 5cm offen war. Dann ist die Fruchtblase geplatzt dann ging es recht schnell weiter. Ich habe daran gedacht dass du sagtest wenn es am Anfang lang dauert, muss es nicht für die ganze Geburt so weiter gehen. Das hat sehr geholfen:-)))

Als die Fruchtblase dann geplatzt ist sind die Wehen auch stärcher geworden, und etwas anstrengend. Doch in meinen Vorstellungen vor der Geburt habe ich es einiges strenger vorgestellt. Ich hatte starke Presswehen in 10 Minuten war der kleine da:-) Und weisch was….es blieb alles heil. Es hat nichts gerissen. Also es war ein sehr eindrückliches Erlebnis, und ich würde jederzeit wieder gebären. Ich fand es wunderbar.

Heute Morgen um 6:14 ist unser Mädchen zur Welt gekommen. Nina Zoé ist 3950g schwer und 54cm lang! Ein gesundes kräftiges Kind :­) Die Geburt verlief super! Ich durfte diesmal in der Wanne gebären und hatte eine ganz wunderbare Hebamme. Sie hat mich einfach machen lassen, ich war ganz bei mir und meinem Kind und hab geatmet, getönt und habe geschoben und gepresst wie ich es im Gefühl hatte. Einfach perfekt! Ich bin sehr dankbar dafür nochmals eine solch schöne Geburt gehabt haben zu dürfen.

Wir sind erschöpft aber völlig überwältigt und sehr glücklich. Alles ist sehr schnell, komplikations- und interventionslos gelaufen, bin sehr erleichtert! Habe keine Schmerzmedikamente noch sonst was gebraucht, wurde nicht geschnitten und es wurde auf meine Wünsche eingegangen. 🙂 bin nur minimal gerissen.
Obwohl die Geburt wirklich sehr schmerzhaft war, habe ich sie in sehr guter Erinnerung behalten und würde jederzeit wieder gleich entbinden wollen. Ich bin glücklich, dass alles so lief, wie ich es mir gewünscht hatte und dass ich ohne jegliche Medikamente oder Interventionen selbstbestimmt gebären durfte. Meine Hebamme war ganz toll, freute sich über meinen Geburtsplan, hielt sich dezent aber liebevoll im Hintergrund, liess mich machen, unterstützte mich wo nötig, lobte mich und half mir beim Atmen. Ich war auch froh, dass mir die Hebamme, wie von mir gewünscht, nie aktiv Schmerzmittel angeboten hat, denn ich hätte während einer Krise vielleicht ja gesagt, obwohl ich das eigentlich nicht wollte.

Durch all das viele arbeiten (obwohl ich im Januar mein 100% Pensum reduzieren wollte!), aber leider erst Anfangs März auf 60% sich einpendelte ­ war ich leicht gestresst und konnte die Schwangerschaft nicht mehr in vollen Zügen geniessen.
Es wurde eher zunehmend anstrengender bis ich am 22.03.17 um 23:30 Uhr nach Hause kam und mich mit meinem Mann entschied, mich Krank schreiben zu lassen von der Arbeit…
Am 23.03.17 um 00:30 Uhr gingen wir nach regem diskutieren ins Bett, um 01:30 Uhr platzte mein Fruchtwasserblase ­ ich wahr völlig überfordert mit der Situation, dass ein Wasserfall aus mir heraus floss…
Mein Mann rief sogleich im Spital an, um ev. etwas Klarheit zu bekommen um was es ging, da meinte die Hebamme ich müsse dringend entspannen… Das war allerdings einfacher gesagt als getan!!
Bis dahin dachte ich es sei immer noch Urin und mein Schliessmuskel spiele mir einen Streich!
Nach zwei weiteren Telefonaten ins Spital Bülach mit dieser Hebamme und immer stärker werdenden „Unterleibs­ Krämpfen“, beschloss ich mich um 05:00 Uhr auf eigene Faust ­ mich selbst ins Spital für eine Kontrolle zu begeben.
Um 06:00 Uhr kam ich in den Untersuchungsraum, die Hebamme war sehr freundlich und meinte mit einem Verschmitzten lächeln, ojeeee…
Sie holte Verstärkung und die beiden Damen meinten nur, jetzt aber schnell ­ wir bringen Sie gleich in den Gebärsaal!?!?!?!
…ich meinte nur noch ­ was??? Das sind doch drei Wochen zu früh…
…ich wusste gar nicht wie mir geschah, die Wehen (die ich Anfangs nicht als Wehen wahr nahm…) wurden immer stärker ­ mittendrin haben wir alles besprochen was ich mir für die Geburt wünsche…
Bei der 3. letzten Wehen konnte ich nicht mehr, wahr müde und erschöpft, hatte Schmerzen ­ doch als ich nach Schmerzmittel fragte, meinten die Hebammen und die Ärztin ­Frau…, es ist zu späht, pressen sie ­ das Kind kommt!!
Nach nur 3 Stunden um 09:06 Uhr am 23.03.17 kam unsere Tochter „Lia Elisenda Blue“ am einem sonnigen Morgen mit strahlend blauem Himmel zur Welt :­)
Lia ist ein kleiner Sonnenschein und mit 48cm und 2850kg schon gut ins Leben gestartet!
Ach ja, nochmals zurück zum Atmen:
Mit der Unterstützung von meinem Mann, der mich während den Wehen fleissig ans Atmen erinnert hat und selbst mitgemacht hat ­ lief alles wie am Schnürchen :­)
Deshalb nochmals ein riiiiesen Dankeschön an Dich, der Kurs bei dir hat uns speziell bei der Geburt als „ungeübte Eltern“ sehr geholfen!

…Irgendwann haben sie die Fruchtblase eröffnet und daraufhin wurden die Wehen intensiver und die Abstände kürzer. Ich habe mich dann erinnert, dass du gesagt hast, es könnte angenehm sein, wenn jemand die Beine und den Rücken etwas abduscht… Nach dem Eröffnen der Fruchtblase hab ich das also probiert und wusste, dass ich zurück in die Badewanne möchte. Ging aber 20min bis die voll war, also „musste“ Remo mich so lange abduschen. Ich musste lachen, kam mir vor wie ein Elefant, der vom Zoowärter abgeduscht wird 😀 wir haben das ganze Bad unter Wasser gesetzt… Dann rein in die Badewanne und dann kam der kleine Spatz dann irgendwann mal…
Klar war die ganze Geburt mit den Schmerzen nicht nur schön aber ich glaube, sie war so schön, wie sie nur sein konnte!!! Und ich glaube fest, dass das auch mit dem super Geburtsvorbereitungskurs zusammenhängt. Abgesehen davon, dass wir eine super Hebamme erwischt hatten, mit der die Verbindung gleich gestimmt hat, konnten Remo und ich wirklich als super Team die ganze Geburt meistern. Ich konnte äussern was ich brauche und er hat es mit der Zeit auch gut gespürt. Ich konnte so fokussiert und konzentriert sein, dass die Schmerzen gut aushaltbar waren und ich keine Schmerzmittel oder PDA gebraucht hätte. Es war einfach ein überwältigendes Erlebnis als sie mir Loris das erste Mal auf die Brust gelegt haben!!!
Die Hebamme hat mehrere Male gesagt, dass sie selten jemanden so fokussiert und konzentriert gesehen hat und meinte, sie würde sich wünschen, auch mal so super gebären zu können, sie hätte noch nie eine so schöne Geburt miterlebt…. Ist auch nach der Schreibzeit mit Tränen in den Augen zurück gekommen, hat sich nochmals bedankt und sich verabschiedet. Es war echt alles einfach überwältigend und sehr bereichernd!!!

Die Geburt verlief sehr gut und schnell, schmerzmittel- und verletzungsfrei!
Das war etwas gemein… Ich habe um 23:00 Uhr, kurz vor dem Schlafengehen Wasser verloren. Die Wehen kamen im Schlaf und versuchte so gut wie es ging zu schlafen. Um 11:00 Uhr morgens im Geburtshaus Storchenäscht war die Muttermund schon 5cm offen und um 15:30 kam Linard schon auf die Welt. Es war eine schöne und stärkende Erfahrung. Vielen Dank für deinen Beitrag dazu.

Die Geburt verlief zwar nicht so, wie wir sie uns vorgestellt haben, aber es lief alles gut und Nerea und ich sind gesund und munter 🙂 Am 19. Dezember haben wir festgestellt, dass Nerea nicht wie angenommen ihren Popo beim oberen Bauch rausstreckt, sondern dass das schon immer ihr Kopf war. Dies bedeutete eine schnelle Planänderung, da im Geburtshaus Steisslagengeburten nicht möglich sind. Wir konnten noch am selben Abend nach Richterswil und blieben dann gleich dort. Am nächsten Tag kam Nerea zur Welt 🙂 Sie wusste schon, weshalb sie sich länger Zeit liess und wartete, bis alles geplant und organisiert war. So konnten wir natürlich und ohne Kaiserschnitt gebären 🙂

Das Gebären war eine wunderbare Erfahrung, die ich auf keinen Fall missen möchte! Ich hatte zwar starke Schmerzen, wusste zum Teil nicht, ob die Wehen oder meine Beine (wahrscheinlich der Ischiasnerv?) mehr weh getan haben.. Aber ich hatte zwei wundervolle Hebammen und einen fantastischen Ehemann an meiner Seite und fühlte mich super aufgehoben. Auch hat Nerea super mitgemacht. Und wie gesagt, ich wurde sowohl körperlich wie auch mental super auf die Geburt vorbereitet. Ich freue mich schon auf die zweite Geburt 🙂